Heute ging es nach dem späten Frühstück recht spontan zur der benachbarten Insel Fårör. Eigentlich wollten wir erstmal nur schauen ob und zu welchen Preis die Fähre übersetzt und ob es sinnvoller ist, dass Auto auf Gotland zu lassen, doch Maria bekam auf ihre Frage die Antwort “It’s free” und gleichzeitig setzte sich die Schlange Autos in Gang. Also schnell Umlenken und Einreihen und schwups waren wir auf der Fähre. Die Überfahrt dauerte ca. 10 Minuten.
Auf Fårö wussten wir erst mal gar nicht genau wohin wir fahren sollen. Wir sind einfach der Hauptstraße gefolgt auf der Suche nach etwas zu Essen. Hier hat man sehr deutlich die Dimensionen in schweren im Vergleich zu Deutschland gesehen. Ein relativ großer Ort auf der Karte hat sich dann doch nur als kleines Dörfchen mit drei bis vier Häuschen heraus gestellt. Genau so sieht es mit den “Massen” aus, die in der Sommerzeit vom Festland nach Gotland oder Fårö kommen sollen. Ich erinnere mich da gerne an die Wagenkollone vom Festland nach Usedom, die weit von der Insel auf das Festland reichte…
Am nördlichstem Ende von Fårö gibt es einen sehr schönen Steinstrand mit großen Steinstatuen. Die sehen sehr schön, fotogen und mächtig aus. Hier waren wir eine ganze Weile. Hier gab es auch unseren ersten Schreckensmoment. Beim Durchwaten des Wassers kam Maria eine recht lange schwarze Schlange entgegen. Ein englisch sprechender Schwede meinte, dass dies nur die junge Schlange ist, die weder gefährlich(würgen) noch giftig ist – aber so recht traut man dann doch nicht, was irgend jemand sagt :mrgreen:.

Der zweite Schreckensmoment ereilte uns auf dem Parkplatz. Genau dort wo einem bei der Ankunft noch lachende Gesichter an blickten oder man den Wunsch in den Augen ablesen konnte, auch mal mit dem Bulli unterwegs zu sein, leerte sich dieser recht schnell als ich den Bus starten wollte. Da ging nämlich nix, gar nix. Mausetot! Schlüssel rumgedreht und nix ging. Ich hab schnell überlegt, welche Verbraucher an waren – aber die waren alle aus.
Also nächste Runde. Raus aus dem Bus und beim Öffnen der Heckklappe fällt mir ein, dass die Batterie genau UNTER der Bettdecke, dem Picknickkorb, der Matratze, der Serviceklappe, den Campingstühlen, dem Campingtisch und unter der Motorklappe versteckt ist.
Da bei solchen Aktionen meißt nur die große Runde hilft hab ich alles rausgeholt – und plötzlich ist man der einsamste Mensch auf der Welt. Einmal die Polklemmen kontrolliert, gut dran gerüttelt, einmal technisch getan und alle anderen Kabel angefasst(und mir die Finger dreckig gemacht) und dann mit hoffnungsvollen Schritt vor zum Zündschloss. Schlüssel rumgedreht und, und, und – er geht an 😁. Woran es lag weiß ich leider nicht, doch noch nie hat das Einräumen der ganzen Campingsachen in der Mittagshitze mehr Spaß gemacht…
Auf der Rückfahrt haben wir in Sudervik ein tolles Café entdeckt. Von der Straße hat man dutzende verrostete Oldtimerkarosserien gesehen. Der ganze Hof war voll mit alten, leider nicht mehr fahrbereiten Autos, Mopeds, Motorrädern, Zapfsäulen, Chromstoßstangen und Ölfässern und das Café war im Stil der 50er eingerichtet. Es gab Eierkuchen und Waffeln – sowohl süß als auch deftig. Nebenbei lief Musik von der Jukebox – sehr genial.
Am späten Nachmittag ging es mit der Fähre wieder nach Gotland und dann auf den Campingplatz.






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