Nach einer doch sehr ruhigen Nacht sind wir pünktlich aufgestanden, haben schnell Brote geschmiert, Kindern versorgt und sind zum Fährterminal gefahren. Weit war es ja nicht, da wir direkt am Hafen auf dem Besucherparkplatz geparkt hatten.
Das Einchecken und Parken auf der Fähre hat problemlos funktioniert – ich hatte ein wenig Bedenken, da ich am Kartenschalter ganz vergessen hatte zu erwähnen, dass wir nicht nur ein normalen Bulli, sondern ein Bulli mit Hochdach und Fahrradanhänger haben. So hat das Ticket lediglich 114,- € gekostet…
Die Überfahrt war auch kein Problem, sie dauerte nur 90 Minuten und wir hatten ja einiges zu sehen bzw. sind herum gelaufen.
Dann kam der große und auch ein wenig nervenaufreibenden Teil – die Ankunft in Großbritannien und die damit verbundene Umstellung auf Linksverkehr.
Uff uff uff. Es ging ganz harmlos los, da wir ja nicht die Einzigsten Fahrer auf der Fähre waren – wir wurden also sanft an den Linksverkehr heran geführt. Nur später, beim Verlassen der Autobahn und dem umgedrehten Hereinfahren und Herausfahren in und aus dem Kreisverkehr bzw. in kleineren Ortschaften haben wir des Öfteren geschwitzt.
Nachdem wir in Dover gelandet sind, sind wir ein paar Kilometer gefahren und wollten Tanken. Also in den nächsten Ort und dort schauen, ob es eine Tankstelle gibt. Bei TESCO, einer Supermarktkette konnten wir tanken – aber können wir dort auch bezahlen? Kreditkarte haben wir zwar, nutzen sie praktisch aber nie, EC-Karten hingegen nutzen wir oft, wussten aber nur aus der Theorie, dass sie häufig angenommen wird. Die sehr netten englischen Damen an der Kasse wussten es auch nicht – deshalb habe ich erst mal eine Packung Kaugummis als Test gekauft und konnte dann ganz glücklich tanken.
Maria hat nach einer Weile übernommen und sich auch an den Linksverkehr getastet – und auch alles gut gemeistert, einschließlich Schweißausbruch am Kreisverkehr.
Weiter ging es nach Wales/Cardiff. Wir brauchten unbedingt Bargeld denn überall wurde unsere EC-Karte nicht akzeptiert – bspw. an der großen Brücke vor Cardiff. Dort konnten wir zwar drüber fahren, aber die Maut konnten wir nicht bezahlen. Erst nachdem wir ein ordentlichen Stau verursacht hatten und der Brückenaufseher zu uns gekommen ist, damit wir unsere Überfahrt in Euro bezahlen konnten, konnten wir weiter fahren.
In Cardiff haben wir haben wir auf dem Unigelände mitten in der Stadt gehalten. Maria ist mit den Mädels in das Nationalmuseum zur Dinoausstellung und ich in die Innenstadt auf die Suche nach einen Geldautomaten gegangen.
Beides lief gut und war erfolgreich. Nebenbei habe ich noch im Internet nach einem Zeltplatz gesucht. Glücklicherweise gibt es direkt im Zentrum, im Bute-Park, ein kleinen und sehr sympathischen städtischen Zeltplatz. Hier haben wir uns für 2 Nächte eingemietet und unser Lager aufgeschlagen.
Abends haben wir noch gekocht und waren noch kurz unterwegs. Anschließend ging es für alle gegen 23Uhr bzw. hier ist es ja 1 Stunde früher, 22 Uhr, ins Bett.






Hi, ihr Lieben,
heute lese ich aufmerksam alles, was ihr schon gepostet habt. Erst einmal herzlichen Dank für die Einladung, euch zu begleiten.
Da werden Erinnerungen wach, denn auch wir sind diese Tour gefahren und ich erinnere mich ungern an die Karussellfahrten durch die Kreisel – bei zweispurigen Kreiseln auch gern einige Runden mehr als notwendig. Meine Hochachtung, dass ihr euch traut! 😉 Aber mit Beifahrer, der einem auch mal mit Hinweisen zu links und rechts und wo es denn tatsächlich raus geht, kriegt ihr das sicher auch weiterhin gut bewältigt.
Bin gespannt, was ihr erlebt (habt).