Am sechsten Tag unserer Reise wollten wir Cardiff hinter uns lassen und weiter ziehen Richtung Südwesten. Von diversen Campingnachbarn haben wir erfahren, dass in und um Pembroke – westlich von Swansea, der zweitgrößten Stadt von Wales die schönsten Strände liegen.
Also hieß es nach dem Frühstücken einpacken und losfahren. Alles hat gut geklappt, also sind wir los gefahren, haben bei LIDL eingekauft und sind weiter Richtung Pembroke. Dort gibt es einen kleinen Campingplatz, der im Internet gute Bewertungen hatte. Der Weg zum Platz war gut – nur dass die Straßen unglaublich eng waren. Gerade so ein Fahrzeug passte durch, ohne das es eine Ausweichmöglichkeit gab, denn linker und rechter Hand waren Felder (erhöht, die Straße an sich war wie eine Furche dazwischen). Nur aller paar hundert Meter gab es eine kleine Buchte zum Ausweichen oder eine Einfahrt.
Kurz vor Ankunft am Campingplatz war die Stimmung bei allen im Keller, da alle Hunger und keine Lust mehr zu fahren hatten…
Noch schlechter wurde unsere Stimmung, als wir erfahren haben, dass es keinen einzigen freien Platz mehr auf dem Gelände gab.
Besonders schlimm war, dass der Campingplatz nur rund 400 vom Strand entfernt war. Wir haben das Gelände dann verlassen und sind zum Wasser gelaufen und dort verfinsterte sich unserer Miene weiter, da der Strand wirklich traumhaft war. Links und rechts grüne Hänge und in der Mitte ein ca. 60 weiter und 3km breiter Strand wie aus dem Bilderbuch – und das alles fast ohne Strandbesucher…
Nunja, nun hieß es, den Nachmittag genießen und überlegen, wo wir unterdessen hin fahren können. Wir haben also erst mal Muscheln, Schnecken, Versteinerungen, Hühnergötter und andere Kuriositäten gesucht und natürlich auch gefunden, die Mädels sind vor und in die Wellen gehopst und ich habe nebenbei nach einem anderen Campingplatz Ausschau gehalten.
Als ich einen gefunden habe bin ich schnell los gefahren und habe nachgefragt, ob noch etwas frei ist. Und ja, dieses mal hatten wir Glück. Also rasch zurück zu den Mädels, alle und alles einladen und hin fahren. Der Platz war nur ca. 15Minuten entfernt und laut GPS auch direkt am Wasser. Bei meiner Erstbesichtigung habe ich mir den reinen Platz gar nicht angeschaut – ich wollte ja auch schnell wieder zurück und meine Voraussetzung (Platz und Strand) waren ja erfüllt.
Nach Ankunft sind wir also gleich mal zum Wasser gegangen und meine Vorahnung aus dem GPS bzw. den Berichten der Campingnachbarn aus Cardiff stimmten – nur noch besser als erhofft. Auch dieses mal gab es einen riesigen karibisch anmutenden Sandstrand fast für uns alleine. Im Wasser weit entfernt eine Steinfigur und rechts eine kleine Landzunge mit Berg und Höhle – einfach cool.
Nachdem wir auch hier einige Zeit verbracht haben sind wir hungrig und müde zum Bus(vom Bus zum Strand sind es keine 4Minuten) und haben das Vorzelt aufgebaut, nebenbei gekocht, anschließend gegessen und gespielt und sind dann in Bett gegangen.
Schön, dass es nach dem ernüchternden Erlebnis doch noch ein schönes Ende des Tages gab.








Oh wie schön. Das sieht wirklich beneidenswert aus. Selbst bei schlechterem Wetter lässt es sich an diesem Ort bestimmt aushalten. Ob wohl weiterhin so wenig Leute auftauchen oder sich doch noch Touristenhorden breit machen?